Baufinanzierung
Monatliche Rate
1.375,00 €
Zins- und Tilgungsanteil zusammen
| Jahr | Rate p. a. | Zinsen | Tilgung | Restschuld |
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Die Berechnung geht von einem konstanten Sollzins und gleichbleibender Rate aus. Sondertilgungen, Gebühren und ein möglicher Zinswechsel nach der Zinsbindung sind nicht berücksichtigt. Unverbindliche Orientierung, kein Finanzierungsangebot.
Ein Annuitätendarlehen-Rechner zeigt in wenigen Sekunden, wie hoch die monatliche Rate für eine Baufinanzierung ausfällt und wie viel Restschuld nach dem Ende der Zinsbindung übrig bleibt. Nötig sind vier Angaben: Darlehensbetrag, Sollzins, anfängliche Tilgung und die Dauer der Zinsbindung. Aus diesen Werten ergeben sich die gleichbleibende Rate, der Zins- und Tilgungsanteil sowie ein vollständiger Tilgungsplan. Wer die Zahlen kennt, bevor er zur Bank geht, verhandelt auf Augenhöhe und vergleicht Angebote schneller.
Das Annuitätendarlehen ist die häufigste Form der Baufinanzierung in Deutschland. Der Name stammt vom lateinischen Wort für Jahr und beschreibt das zentrale Merkmal: Die Rate bleibt über die gesamte Zinsbindung konstant. Diese feste Rate nennt sich Annuität und setzt sich aus zwei Teilen zusammen, dem Zinsanteil und dem Tilgungsanteil.
Der Reiz liegt in der Planbarkeit. Solange der Sollzins vereinbart ist, zahlt der Kreditnehmer jeden Monat denselben Betrag. Das erleichtert die Haushaltsplanung erheblich, weil die Belastung über Jahre kalkulierbar bleibt. Ein variables Darlehen mit schwankenden Zinsen bietet diese Sicherheit nicht.
Innerhalb der gleichbleibenden Rate verschiebt sich das Verhältnis mit jeder Zahlung. Zu Beginn ist die Restschuld hoch, also fließt ein großer Teil der Rate in die Zinsen. Mit jeder Tilgung sinkt die Restschuld, damit sinkt auch der Zinsanteil. Der frei werdende Betrag geht automatisch in die Tilgung. Dieser Effekt beschleunigt die Rückzahlung im Zeitverlauf, ohne dass die Rate steigt.
Die Grundformel ist einfacher, als viele erwarten. Die Jahresrate ergibt sich aus dem Darlehensbetrag multipliziert mit der Summe aus Sollzins und anfänglicher Tilgung. Ein Beispiel: Bei 300.000 Euro, 3,5 Prozent Sollzins und 2 Prozent Tilgung ergeben sich 5,5 Prozent von 300.000 Euro, also 16.500 Euro pro Jahr. Geteilt durch zwölf sind das 1.375 Euro im Monat.
Für den Tilgungsverlauf rechnet der Rechner Monat für Monat weiter. Er zieht vom aktuellen Zinsanteil den Betrag ab, der auf die Restschuld anfällt, und verbucht den Rest als Tilgung. Danach beginnt der nächste Monat mit einer leicht gesunkenen Restschuld. Genau diese Iteration macht ein Rechner in Sekundenbruchteilen, wofür man von Hand eine ganze Tabelle bräuchte.
Das Ergebnis liefert mehr als nur die Rate. Der Annuitätendarlehen-Rechner auf dieser Seite gibt zusätzlich die Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung aus, die bereits getilgte Summe, die gezahlten Zinsen in diesem Zeitraum sowie die voraussichtliche Gesamtlaufzeit bis zur vollständigen Rückzahlung. Wer den Tilgungsplan aufklappt, sieht jedes Jahr im Detail.
Damit die Rechnung stimmt, sollten die Eingaben zur eigenen Situation passen. Vier Werte entscheiden über das Ergebnis:
Ein häufiger Fehler ist es, nur auf die Rate zu schauen. Eine niedrige Rate durch geringe Tilgung wirkt auf den ersten Blick günstig, verlängert aber die Rückzahlung um Jahrzehnte und erhöht die gesamten Zinskosten deutlich.
Sollzins und Tilgung wirken zusammen, ziehen die Rate aber in unterschiedliche Richtungen. Ein höherer Zins macht die Finanzierung teurer, ein höherer Tilgungssatz macht sie schneller. Beides erhöht die monatliche Rate, doch der Effekt auf die Gesamtkosten ist entgegengesetzt.
Wer die Tilgung anhebt, zahlt monatlich mehr, spart über die Laufzeit jedoch erhebliche Zinsen und wird früher schuldenfrei. Bei 300.000 Euro und 3,5 Prozent Zins bedeutet der Sprung von 2 auf 3 Prozent Tilgung eine höhere Rate, verkürzt die Gesamtlaufzeit aber um viele Jahre. Der Rechner macht diesen Zusammenhang sofort sichtbar, wenn man den Tilgungsregler verschiebt und das neue Ergebnis beobachtet.
Als grobe Faustregel gilt: In einer Niedrigzinsphase lohnt sich eine höhere Anfangstilgung, weil das Geld ohnehin günstig ist und die Restschuld schneller sinken sollte. Bei hohen Zinsen wählen viele eine etwas niedrigere Tilgung, um die monatliche Belastung tragbar zu halten.
Ein konkretes Beispiel macht die Größenordnungen greifbar. Angenommen, ein Paar finanziert 300.000 Euro zu 3,5 Prozent Sollzins mit 2 Prozent Anfangstilgung und einer Zinsbindung von zehn Jahren.
Diese Zahlen zeigen, warum die anfängliche Tilgung so wichtig ist. Mit 2 Prozent bleibt nach zehn Jahren noch der größte Teil der Schuld bestehen. Wer stattdessen mit 3 Prozent startet, senkt die Restschuld nach der Zinsbindung deutlich und spart über die gesamte Laufzeit einen fünfstelligen Betrag an Zinsen.
Die Zinsbindung endet fast nie zusammen mit der Rückzahlung. In der Regel bleibt eine Restschuld übrig, die neu finanziert werden muss. Diese Anschlussfinanzierung läuft dann zu den Konditionen, die am Markt gelten, wenn die erste Bindung ausläuft. Steigen die Zinsen bis dahin, wird die Anschlussrate teurer.
Genau deshalb ist die Restschuld eine der wichtigsten Kennzahlen im Rechner. Wer sie kennt, kann abschätzen, welches Risiko in der Zukunft liegt. Eine höhere Tilgung von Anfang an verringert diese Unsicherheit, weil weniger Restschuld übrig bleibt, die vom künftigen Zinsniveau abhängt.
Wer sich gegen steigende Zinsen absichern möchte, kann eine längere Zinsbindung wählen oder ein Forward-Darlehen prüfen. Bei einer langen Bindung ist der Zins meist etwas höher, dafür ist die Rate über einen längeren Zeitraum garantiert. Der Rechner hilft, beide Varianten direkt gegenüberzustellen.
Viele Kreditverträge erlauben jährliche Sondertilgungen, oft bis zu fünf Prozent der Darlehenssumme. Solche Zusatzzahlungen wirken stärker, als viele denken, weil sie direkt die Restschuld senken. Auf die verbleibende Restschuld fallen sofort weniger Zinsen an, und der Tilgungsanteil der normalen Rate steigt schneller.
Ein Bonus, eine Erbschaft oder eine Gehaltserhöhung lässt sich so wirkungsvoll einsetzen. Schon eine einmalige Sondertilgung von 10.000 Euro kann die Gesamtlaufzeit um mehr als ein Jahr verkürzen und spart über die Jahre einige tausend Euro an Zinsen. Wer regelmäßig sondertilgt, wird deutlich früher schuldenfrei.
Wichtig ist, das Recht auf Sondertilgung schon im Vertrag zu vereinbaren. Manche Banken bieten es kostenlos an, andere verlangen einen kleinen Zinsaufschlag dafür. Für Kreditnehmer, die mit unregelmäßigen Zusatzeinnahmen rechnen, ist diese Flexibilität den Aufschlag oft wert.
Beim Vergleich von Angeboten tauchen zwei Zinssätze auf, die oft verwechselt werden. Der Sollzins ist der reine Zins auf die Darlehenssumme und geht in die Ratenberechnung ein. Der effektive Jahreszins fasst darüber hinaus weitere Kostenbestandteile zusammen und liegt deshalb meist etwas höher.
Für den ersten Vergleich zweier Finanzierungen ist der Effektivzins die ehrlichere Kennzahl, weil er die tatsächliche Belastung besser abbildet. Der Rechner arbeitet mit dem Sollzins, weil sich daraus die Rate ergibt. Wer Angebote gegenüberstellt, sollte zusätzlich auf den Effektivzins achten und darauf, welche Konditionen wie Sondertilgung oder Tilgungswechsel enthalten sind. Ein minimal höherer Zins mit mehr Flexibilität kann über die Jahre die bessere Wahl sein.
Der Rechner liefert eine präzise Orientierung auf Basis der eingegebenen Werte. Er geht von einem konstanten Sollzins und einer gleichbleibenden Rate aus. Gebühren, ein möglicher Zinswechsel nach der Zinsbindung oder individuelle Bankkonditionen fließen nicht ein. Für den Vergleich von Angeboten und die eigene Planung ist die Berechnung aber genau genug.
Zwei Prozent gelten als Mindestwert, bei niedrigen Zinsen sind drei Prozent oder mehr empfehlenswert. Als Richtschnur sollte das Darlehen bis zum Renteneintritt abbezahlt sein. Der Rechner zeigt die voraussichtliche Gesamtlaufzeit, daran lässt sich die passende Tilgung ablesen.
Die verbleibende Restschuld wird über eine Anschlussfinanzierung weiter zurückgezahlt, zu dann gültigen Konditionen. Wer früh plant, kann sich mit einem Forward-Darlehen einen Zins sichern, bevor die aktuelle Bindung ausläuft.
Viele Verträge erlauben einen Tilgungssatzwechsel, also eine Anpassung der Tilgung während der Laufzeit. Auch Sondertilgungen sind bei entsprechender Vereinbarung möglich. Beides sollte vor Vertragsabschluss geklärt werden, damit die Finanzierung flexibel bleibt.
Mit dem Annuitätendarlehen-Rechner oben lassen sich all diese Szenarien durchspielen, bevor ein einziges Bankgespräch stattfindet. Wer die eigenen Zahlen kennt, trifft eine ruhigere und bessere Entscheidung.
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