Wohnung & Nachlass
Inklusive Keller und Dachboden, falls diese mitgeräumt werden.
Geschätzter Wert verwertbarer Möbel, Antiquitäten oder Geräte. Wird vom Preis abgezogen.
Geschätzte Kosten
1.340 – 2.020 €
Festpreis-Orientierung inkl. Entsorgung
Unverbindliche Schätzung auf Basis marktüblicher Quadratmeterpreise. Der tatsächliche Preis hängt von Menge, Tragewegen, Demontage und Entsorgungsaufwand ab. Ein verbindlicher Festpreis entsteht erst nach einer kostenlosen Besichtigung vor Ort.
Eine Haushaltsauflösung kostet in Deutschland zwischen 500 und 5.000 Euro. Die meisten Firmen rechnen nach Quadratmetern ab und veranschlagen 20 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Für eine normal möblierte 70-Quadratmeter-Wohnung sind rund 1.400 bis 3.500 Euro üblich, ein komplettes Einfamilienhaus liegt eher bei 2.500 bis 8.000 Euro. Entscheidend sind Füllgrad, Zugang, Region und die Frage, ob verwertbare Gegenstände angerechnet werden. Der Rechner oben liefert dafür eine schnelle Orientierung.
Der Quadratmeterpreis ist der gängigste Maßstab. Er liegt bei einer normalen Wohnung mit üblichem Hausrat und gutem Zugang am unteren Ende der Skala, bei rund 20 bis 25 Euro. Ist die Wohnung stark vollgestellt oder der Zugang schwierig, klettert der Preis deutlich nach oben.
Diese Richtwerte helfen bei der ersten Einschätzung:
Diese Spannen wirken groß, haben aber gute Gründe. Zwei Wohnungen mit identischer Fläche können sich im Preis verdoppeln, wenn eine im Erdgeschoss liegt und normal möbliert ist, die andere im fünften Stock ohne Aufzug und komplett zugestellt.
Die Menge an Hausrat ist der wichtigste Kostentreiber. Je mehr entsorgt werden muss, desto mehr Arbeitszeit, Transporte und Entsorgungsgebühren fallen an. Ein Sonderfall sind Messie-Wohnungen. Hier braucht das Team oft Schutzkleidung, eine Spezialreinigung, manchmal Geruchsneutralisation und Schädlingsbekämpfung. Das kann den Quadratmeterpreis auf 50 bis 100 Euro treiben.
Jede Treppe kostet Zeit. Eine Wohnung im dritten Stock ohne Aufzug ist spürbar teurer als dieselbe Wohnung im Erdgeschoss. Auch enge Treppenhäuser, lange Wege zum Fahrzeug und schwierige Parkmöglichkeiten für den Transporter werden einkalkuliert. Wer eine Halteverbotszone direkt vor dem Haus organisiert, spart dem Team Zeit und sich selbst Geld.
Die regionalen Unterschiede sind erheblich und können bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten ausmachen. In München oder Hamburg zahlen Sie deutlich mehr als in einer ländlichen Region, weil Löhne, Entsorgungsgebühren und Anfahrtswege dort teurer sind.
Die Gebühren sind zuletzt spürbar gestiegen. Sperrmüll kostet bei städtischen Entsorgern inzwischen rund 230 bis 240 Euro pro Tonne. Sondermüll wie Farben, Lacke oder Chemikalien schlägt zusätzlich zu Buche. Elektrogeräte müssen fachgerecht entsorgt werden, je nach Größe kostet das 10 bis 50 Euro pro Stück.
Viele Firmen bieten eine Wertanrechnung an. Dabei bewertet der Anbieter alles, was sich noch weiterverkaufen lässt, und zieht diesen Betrag direkt vom Gesamtpreis ab. Antike Möbel, gut erhaltene Schränke, Schmuck, Sammlungen oder hochwertige Elektronik zählen dazu.
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt die Wirkung. Eine 80-Quadratmeter-Wohnung sollte 2.400 Euro kosten. Weil antike Möbel und Schmuck im Wert von 1.200 Euro dabei waren, blieben für die Familie am Ende 1.200 Euro übrig. Die Wertanrechnung kann den Preis also im günstigen Fall halbieren.
Wichtig ist eine realistische Erwartung. Maßgeblich ist der heutige Marktwert, nicht der ursprüngliche Kaufpreis. Bei handelsüblichen Möbeln, alten Elektrogeräten und Sperrmüll ist eine Anrechnung meist nicht möglich, weil sich der Weiterverkauf für die Firma nicht lohnt. Im Rechner oben können Sie einen geschätzten Wert eintragen und sehen sofort, wie stark er die Kosten senkt.
Die Begriffe werden im Alltag oft vermischt, meinen aber nicht dasselbe. Eine Entrümpelung ist das Ausmisten, also das Entfernen von Sperrmüll, Gerümpel und kaputten Sachen, oft nur in einzelnen Räumen wie Keller oder Dachboden.
Eine Haushaltsauflösung geht weiter. Hier wird der Haushalt komplett aufgelöst und die Immobilie vollständig geräumt. Dazu gehören in der Regel das Sortieren vor Ort, das Sichern von Dokumenten, Fotos und Erinnerungsstücken, die Wertanrechnung und die besenreine Übergabe. Der Quadratmeterpreis ist ähnlich, der Gesamtaufwand aber meist höher.
Die Nachlassauflösung ist emotional besonders belastend und wird deshalb oft aufgeschoben. Kostenmäßig unterscheidet sie sich kaum von einer normalen Haushaltsauflösung, es bleibt bei etwa 500 bis 5.000 Euro je nach Umfang.
Der Unterschied liegt im Inhalt. Bei Nachlässen finden sich häufiger Wertgegenstände, die angerechnet werden können und den Endpreis spürbar drücken. Seriöse Firmen sichern außerdem persönliche Dokumente, Fotos und Erinnerungsstücke und übergeben sie den Angehörigen, statt sie zu entsorgen.
Steuerlich gilt eine Einschränkung, die viele überrascht. Die Kosten für die Haushaltsauflösung zählen nach aktueller Rechtsprechung nicht zu den Nachlassverbindlichkeiten und mindern die Erbschaftsteuer daher nicht.
Ein oft übersehener Vorteil: Die Haushaltsauflösung gilt als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a des Einkommensteuergesetzes. Sie können 20 Prozent der Arbeitskosten direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen, maximal 4.000 Euro pro Jahr.
Bei einer Rechnung mit 1.500 Euro Arbeitskosten bedeutet das eine Ersparnis von 300 Euro. Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein: Die Firma muss die Arbeitskosten in der Rechnung getrennt von Material und Entsorgung ausweisen, und Sie müssen per Überweisung zahlen. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an. Fragen Sie deshalb schon beim Angebot nach einer entsprechenden Aufschlüsselung.
Mit etwas Vorbereitung lassen sich oft mehrere hundert Euro sparen:
Achten Sie beim Vergleich darauf, welche Leistungen wirklich enthalten sind. Demontage, Abtransport, fachgerechte Entsorgung und besenreine Übergabe sollten klar benannt sein. Ein scheinbar günstiges Angebot wird teuer, wenn Entsorgungsgebühren später separat berechnet werden.
Der Ablauf folgt bei seriösen Firmen einem festen Muster. Am Anfang steht die kostenlose Besichtigung vor Ort. Der Anbieter schaut sich Menge, Zustand, Tragewege und mögliche Wertgegenstände an. Alternativ akzeptieren viele Firmen inzwischen aussagekräftige Fotos für eine erste Einschätzung.
Danach folgt das Festpreisangebot. Darin sollten alle Leistungen einzeln aufgeführt sein: Räumung, Demontage von Schränken oder Küchen, Abtransport, fachgerechte Entsorgung, die Wertanrechnung als klarer Abzugsposten und die besenreine Übergabe. Erst wenn Sie zusagen, wird ein Termin vereinbart.
Am Räumungstag sortiert das Team vor Ort. Persönliche Dokumente, Fotos und Erinnerungsstücke werden ausgesondert und Ihnen übergeben. Brauchbare Möbel gehen in den Verkauf oder an soziale Einrichtungen, der Rest wird getrennt entsorgt. Zum Schluss übernehmen Sie die geräumten Räume und prüfen den Zustand.
Der Markt ist unübersichtlich, und die Qualität schwankt stark. Ein verlässlicher Anbieter besichtigt vorab kostenlos, nennt einen verbindlichen Festpreis und schlüsselt die Leistungen schriftlich auf. Er weist die Arbeitskosten separat aus, damit Sie den Steuervorteil nutzen können, und verlangt keine Vorkasse.
Vorsicht ist geboten, wenn ein Angebot am Telefon ohne jede Prüfung genannt wird oder auffällig weit unter allen anderen liegt. Solche Preise werden am Räumungstag häufig mit Nachforderungen korrigiert. Ein weiteres Warnsignal ist eine fehlende Entsorgungsnachweis-Zusage, denn Sie als Auftraggeber tragen im Zweifel die Verantwortung dafür, dass der Hausrat fachgerecht entsorgt wurde. Fragen Sie im Zweifel nach einer Betriebshaftpflichtversicherung und nach Referenzen aus Ihrer Region.
Er liefert eine Orientierung auf Basis marktüblicher Quadratmeterpreise. Eine seriöse Kalkulation erfolgt nie allein nach Fläche, denn Menge, Tragewege, Demontage und Entsorgungsaufwand entscheiden mit. Für einen verbindlichen Festpreis ist eine Besichtigung oder das Senden von Fotos nötig.
Grundsätzlich ja, bei kleinen Wohnungen kann das lohnen. Bedenken Sie aber den Aufwand: Transporter mieten, Helfer organisieren, Sperrmülltermine koordinieren und Entsorgungsgebühren zahlen. Bei einer kompletten Auflösung sind das schnell mehrere Tage Arbeit. Die Ersparnis fällt oft geringer aus als erwartet.
Eine normale Wohnung räumt ein eingespieltes Team meist an einem Tag. Größere Häuser oder Messie-Wohnungen brauchen zwei bis mehrere Tage, je nach Menge und Reinigungsaufwand.
Seriöse Anbieter sortieren persönliche Unterlagen aus und übergeben sie Ihnen. Sprechen Sie das vorab an und halten Sie es im Angebot fest, damit nichts versehentlich entsorgt wird.
Nutzen Sie den Rechner oben für eine erste Einschätzung und holen Sie anschließend mehrere Festpreisangebote ein. Mit den eigenen Zahlen im Kopf lassen sich die Angebote deutlich besser beurteilen.
Redaktion
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