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Hausratversicherung-Rechner: Beitrag und Versicherungssumme berechnen

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  • Vor 2 Wochen veröffentlicht

Versicherung

Hausratversicherung-Rechner

Wohnfläche75 m²

Ohne Keller, Balkon, Garage und Abstellräume.

Ausstattung

650 €/m² ist die übliche Pauschale mit Unterversicherungsverzicht.

Wohnort
Selbstbeteiligung
Zusatzbausteine
Zahlweise

Geschätzter Beitrag pro Jahr

102

entspricht 8,50 € im Monat

Empfohlene Versicherungssumme
48.750 €
Pauschale je m²
650 €
Grundschutz
102 €
Zusatzbausteine
0 €
Zur Versicherungssumme: Wer die Pauschale von 650 Euro je Quadratmeter ansetzt, erhält bei den meisten Versicherern einen Unterversicherungsverzicht. Der Versicherer prüft im Schadenfall dann nicht, ob der tatsächliche Hausratwert höher lag, und kürzt die Leistung nicht anteilig. Bei teurer Einrichtung, viel Elektronik oder Schmuck sollte die Summe höher angesetzt werden.

Unverbindliche Schätzung auf Basis marktüblicher Tarifstrukturen. Die tatsächlichen Beiträge unterscheiden sich je nach Versicherer, Postleitzahl und Leistungsumfang teils deutlich. Diese Berechnung ersetzt keine Versicherungsberatung und kein individuelles Angebot.

Ein Hausratversicherung-Rechner ermittelt in wenigen Sekunden zwei Dinge: die passende Versicherungssumme und den voraussichtlichen Jahresbeitrag. Die Summe ergibt sich in der Regel aus der Wohnfläche multipliziert mit 650 Euro pro Quadratmeter. Der Beitrag hängt zusätzlich vom Wohnort, von der Selbstbeteiligung und von den gewählten Zusatzbausteinen ab. Für einen durchschnittlichen Haushalt liegen die Kosten meist zwischen 60 und 150 Euro im Jahr.

Wie berechnet sich die Versicherungssumme?

Die Versicherungssumme ist der zentrale Wert im Vertrag. Sie legt fest, bis zu welchem Betrag der Versicherer im Schadenfall zahlt. Ist sie zu niedrig angesetzt, kürzt die Versicherung die Leistung anteilig, und genau das wird für Betroffene teuer.

Am einfachsten funktioniert die Pauschalmethode nach Wohnfläche. Die meisten Versicherer setzen dabei 650 Euro je Quadratmeter an. Bei einer 80 Quadratmeter großen Wohnung ergibt das eine Versicherungssumme von 52.000 Euro. Dieser Richtwert hat sich am Markt etabliert und deckt einen durchschnittlich eingerichteten Haushalt zuverlässig ab.

Der große Vorteil dieser Methode ist der Unterversicherungsverzicht. Wer die 650-Euro-Pauschale wählt, bekommt von den meisten Anbietern die Zusage, dass im Schadenfall nicht geprüft wird, ob der tatsächliche Hausratwert höher lag. Eine anteilige Kürzung entfällt damit. Sie müssen also nicht jeden Gegenstand einzeln auflisten.

Wer besonders hochwertig eingerichtet ist, viel Elektronik, Schmuck oder Sammlungen besitzt, sollte den Faktor anheben. Werte von 900 bis 1.200 Euro je Quadratmeter sind dann realistischer. Der Rechner oben bietet diese Stufen direkt zur Auswahl.

Was bestimmt den Beitrag?

Einen Pauschalpreis für die Hausratversicherung gibt es nicht. Der Beitrag setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen, die jeder Versicherer etwas anders gewichtet.

  • Versicherungssumme: Je höher die Summe, desto höher der Beitrag. Der Zusammenhang ist annähernd linear.
  • Wohnort: Jede Postleitzahl ist einer Tarifzone zugeordnet, die sich an der Häufigkeit von Einbrüchen und anderen Schäden orientiert. In Großstädten zahlt man oft 10 bis 25 Prozent mehr als auf dem Land.
  • Selbstbeteiligung: Wer im Schadenfall einen Eigenanteil übernimmt, senkt den Beitrag spürbar. Eine Selbstbeteiligung von 150 Euro bringt oft 10 bis 20 Prozent Ersparnis.
  • Zusatzbausteine: Elementarschutz, Fahrraddiebstahl oder Glasbruch erhöhen den Beitrag, teilweise deutlich.
  • Zahlweise: Wer jährlich statt monatlich zahlt, spart den Ratenzuschlag.

Ein Rechenbeispiel macht die Größenordnung greifbar. Ein Paar bewohnt 75 Quadratmeter in einer mittelgroßen Stadt. Bei 650 Euro je Quadratmeter ergibt sich eine Versicherungssumme von rund 49.000 Euro. Der Grundschutz kostet dafür etwa 90 bis 120 Euro im Jahr. Kommen die Bausteine Elementarschutz und Fahrraddiebstahl hinzu, steigt der Beitrag auf rund 150 Euro. Eine Selbstbeteiligung von 150 Euro holt davon wieder einen Teil zurück.

Was die Hausratversicherung abdeckt

Versichert ist grundsätzlich alles, was beweglich ist und zum Haushalt gehört. Dazu zählen Möbel, Haushaltsgeräte, Kleidung, Bücher, Teppiche, Unterhaltungselektronik, Geschirr und persönliche Gebrauchsgegenstände. Fest mit dem Gebäude verbundene Teile wie Wände, Fenster oder die Heizungsanlage gehören dagegen zur Wohngebäudeversicherung.

Die versicherten Gefahren umfassen im Standardschutz Feuer und Blitzschlag, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus. Erstattet wird in guten Tarifen der Neuwert, also der Preis für die Wiederbeschaffung eines gleichwertigen neuen Gegenstands. Achten Sie darauf, keinen reinen Zeitwerttarif abzuschließen, denn dabei fällt die Entschädigung bei älteren Geräten deutlich geringer aus.

Diese Zusatzbausteine lohnen sich

Elementarschäden

Der wichtigste Zusatzbaustein deckt Schäden durch Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch, Schneedruck und weitere Naturgefahren ab. Diese Gefahren sind im Grundschutz nicht enthalten, und gerade Starkregen kann jeden Standort treffen, nicht nur Häuser an Flüssen. Angesichts der zunehmenden Wetterextreme raten Verbraucherschützer heute in den meisten Fällen zu diesem Baustein.

Fahrraddiebstahl

Ohne diesen Einschluss ist nur der Diebstahl aus verschlossenen Räumen versichert. Wer ein teures Fahrrad oder E-Bike besitzt und es draußen abstellt, sollte den Baustein hinzunehmen. Der Aufpreis ist im Verhältnis zum Wert eines E-Bikes gering.

Grobe Fahrlässigkeit

Dieser Punkt ist kein klassischer Baustein, aber mindestens genauso wichtig. Grobe Fahrlässigkeit liegt etwa vor, wenn ein Fenster vor dem Urlaub offen bleibt oder eine Kerze unbeaufsichtigt brennt. Ein guter Tarif verzichtet bis zur vollen Versicherungssumme darauf, die Leistung in solchen Fällen zu kürzen. Ein niedriger Beitrag hilft wenig, wenn genau diese Klausel fehlt.

Der häufigste Fehler: Unterversicherung

Viele Haushalte setzen die Versicherungssumme bewusst niedrig an, um beim Beitrag zu sparen. Das rächt sich im Ernstfall. Liegt der tatsächliche Wert des Hausrats über der vereinbarten Summe, kürzt der Versicherer die Entschädigung anteilig.

Ein Beispiel verdeutlicht das. Der Hausrat ist tatsächlich 60.000 Euro wert, versichert sind aber nur 40.000 Euro. Bei einem Schaden von 15.000 Euro zahlt der Versicherer nicht die vollen 15.000 Euro, sondern nur den Anteil, der dem Verhältnis der Summen entspricht, also rund 10.000 Euro. Die Differenz bleibt am Haushalt hängen.

Genau deshalb ist der Unterversicherungsverzicht so wertvoll. Mit der 650-Euro-Pauschale und einer entsprechenden Klausel im Vertrag ist dieses Risiko vom Tisch. Setzen Sie die Summe aber auch nicht ohne Grund zu hoch an, denn dann zahlen Sie unnötig viel Beitrag, ohne im Schadenfall mehr zu bekommen.

So senken Sie den Beitrag

Es gibt mehrere Hebel, mit denen sich sparen lässt, ohne den Schutz zu verschlechtern:

  • Eine Selbstbeteiligung von 150 Euro vereinbaren, das bringt oft 10 bis 20 Prozent.
  • Den Beitrag jährlich statt monatlich zahlen und so den Ratenzuschlag vermeiden.
  • Nur die Bausteine wählen, die wirklich gebraucht werden. Eine Glasversicherung ist oft verzichtbar, Elementarschutz dagegen selten.
  • Tarife regelmäßig vergleichen. Bestandskunden zahlen häufig deutlich mehr als Neukunden bei gleicher Leistung.
  • Online-Tarife prüfen, sie sind oft günstiger als der Abschluss über den Außendienst.

Wichtig beim Vergleich: Stellen Sie immer identische Eckdaten gegenüber. Nur wenn Versicherungssumme, Selbstbeteiligung und Bausteine gleich sind, erkennen Sie, welcher Tarif wirklich günstiger ist.

Mieter oder Eigentümer: Wer braucht welchen Schutz?

Die Hausratversicherung lohnt sich für beide Gruppen, deckt aber nur das Bewegliche ab. Mieter brauchen sie, weil der Vermieter zwar das Gebäude versichert, nicht jedoch die Einrichtung der Mieter. Brennt es in der Wohnung, ersetzt die Gebäudeversicherung die Wände und Leitungen, für Sofa, Fernseher und Kleidung kommt niemand auf.

Eigentümer benötigen dagegen zwei Policen. Die Wohngebäudeversicherung schützt das Haus selbst mit allem, was fest verbaut ist, also Mauern, Dach, Fenster und Heizung. Die Hausratversicherung deckt den Inhalt. Wer nur eine der beiden abschließt, hat im Schadenfall eine empfindliche Lücke.

Bei einem Umzug bleibt der Schutz in der Regel bestehen. Beide Wohnungen sind für einen Übergangszeitraum versichert. Melden Sie die neue Wohnfläche aber unbedingt dem Versicherer, denn ändert sich die Quadratmeterzahl, ändert sich auch die nötige Versicherungssumme.

Was im Schadenfall zu tun ist

Nach einem Schaden zählt schnelles und geordnetes Handeln. Melden Sie den Fall unverzüglich beim Versicherer und bei einem Einbruch zusätzlich bei der Polizei. Ohne polizeiliche Anzeige verweigern viele Versicherer die Leistung bei Diebstahl.

Erstellen Sie danach eine Liste der beschädigten oder gestohlenen Gegenstände, möglichst mit Kaufbelegen und Fotos. Verändern Sie den Schadenort nicht, bevor der Versicherer ihn freigegeben hat. Wer seinen Hausrat vorab dokumentiert und die Belege außerhalb der Wohnung aufbewahrt, etwa in der Cloud, spart sich im Ernstfall viel Aufwand und bekommt die Entschädigung schneller.

Häufige Fragen

Ist die Hausratversicherung Pflicht?

Nein, sie ist freiwillig. Empfohlen wird sie trotzdem fast allen Haushalten, denn ein Wohnungsbrand oder ein Einbruch kann den gesamten Hausrat auf einmal vernichten. Die Kosten für den Schutz stehen in keinem Verhältnis zum möglichen Schaden.

Sind meine Sachen auch unterwegs versichert?

Teilweise ja, über die sogenannte Außenversicherung. Sie deckt Hausrat auch außerhalb der Wohnung ab, etwa im Hotel oder im Auto, meist begrenzt auf 10 bis 20 Prozent der Versicherungssumme. Für Fahrräder ist in der Regel ein separater Einschluss nötig.

Welche Wertsachen sind begrenzt versichert?

Für Bargeld, Schmuck, Uhren und Kunst gelten besondere Obergrenzen. Bargeld ist oft nur bis 1.000 bis 2.000 Euro gedeckt, Schmuck meist bis 20 bis 30 Prozent der Versicherungssumme. Wer mehr besitzt, sollte die Grenzen anheben oder einen Tresor nutzen.

Wie genau ist der Rechner?

Er liefert eine solide Orientierung auf Basis marktüblicher Tarifstrukturen. Der tatsächliche Beitrag hängt vom einzelnen Versicherer und von Ihrer konkreten Postleitzahl ab, weshalb die Angebote spürbar abweichen können. Als Ausgangspunkt für einen Vergleich ist die Berechnung dennoch hilfreich.

Ermitteln Sie mit dem Rechner oben zuerst Ihre passende Versicherungssumme und den Beitragsrahmen. Mit diesen Zahlen im Rücken lassen sich Angebote anschließend deutlich schneller und sicherer beurteilen.

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